Camino Frances #30: Von Foncebadon nach Molinaseca

Etappe 26 auf dem Jakobsweg: Ich hospitiere als Detektiv, lege im Disneyland für Sünder drei Steine ab, werde berühmter Paparazzi, erschieße den Sheriff und organisiere für die Nacht einen flotten Dreier mit einem 60- und 70-Jährigen (26. Mai 2016, 20 km).

Was für eine miese Nacht. Die Schnarcher, die bereits beim Betreten das Schlafsaals in Foncebadon Krach gemacht haben, sägen die ganze Nacht durch. Gegen halb zwei verliere ich einen meiner Ohrstöpsel und bin dem Konzert bis auf weiteres ungestört ausgesetzt. Es ist immer wieder faszinierend, wie es wenigen Menschen gelingt, vielen Menschen den Tag zu versauen. Sneaker-Boy neben mir kann offensichtlich auch nicht schlafen und wälzt sich hin und her. Das Quietschen seines Bettes begleitet das unrhythmische Treiben der Herren.
Der Blog ist umgezogen. Den ganzen Beitrag findest du jetzt hier

8 Gedanken zu “Camino Frances #30: Von Foncebadon nach Molinaseca

  1. Hallo Audrey, es macht mir großen Spaß, deinen Blog zu lesen. Wir „ kennen“ uns vom Camino del Norte, wo ich euch in Liendo ? In der Herberge (im Handtuch 😂) die Tür geöffnet habe😊
    Auch der Blog über den Mosel-Camino und den Rheinsteig waren sehr schön geschrieben und haben mir nach dem Ende des Urlaubs die ersten Tage zu Hause über mein Fernweh ein wenig hinweg geholfen. Im Frühjahr werde ich ab Santander weitergehen. Ich freue mich schon sehr. Alles Liebe und Gute für dich, U.

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    1. Wie cool, dass du hier mitliest! Natürlich erinnere ich mich – neben dem legendären Handtuch-Auftritt haben wir uns später ja lange genug von Bett zu Bett unterhalten. Danke für dein nettes Feedback! Wer weiß, vielleicht sehen wir uns dann im Frühjahr! Für mich geht es dann nämlich ebenfalls ab Santander weiter.
      (Hab deinen Namen geändert – hoffe, so darf ich den Kommentar stehen lassen, der mich nämlich sehr freut).
      Liebe Grüße, Audrey (

      P.S. Falls du mir persönlich schreiben willst – die E-Mailadresse findest du im Impressum 🙂

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  2. Liebe Audrey,
    ich bin derzeit tatsächlich etwas neidisch auf deine vielen Weitwanderungen. Die würde ich auch so gerne machen…. Mich faszinieren auch Berichte von Menschen, die z.B. Europa einmal komplett durchwandert haben.
    Ich werde nächste Woche endlich mal wieder für mehrere Tage auf dem Ahrsteig unterwegs sein (Berichte folgen) und wünsche mir von Herzen, dass meine Füße bald wieder längere Touren zulassen.
    Bis das so weit ist, gebe ich mich mit deinen tollen Berichten zufrieden 🙂 🙂
    Übrigens komme ich demnächst auch mal nach HH!
    LG, Aurora

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  3. Es macht immer viel Spaß, deine Wanderbeschreibungen zu lesen. Es ist unglaublich, wie viele Menschen du getroffen und immer wieder getroffen hast. Bei uns in in GB ist das ja sowas von nicht der Fall! Nur am Anfang auf dem South West Coast Path konnten wir eine Strecke mit einem englischen Paar mehr oder weniger gemeinsam laufen und das vermissen wir ein wenig. Beim Pilgern ist die menschliche Begegnung doch eine ganz wichtige Komponente. Beim Lesen denke ich auch immer an Sabine, Thijs, Marco, Rob und die anderen. Danke auch für deinen erfrischenden Stil! Liebe Grüße, Steffi

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    1. Liebe Steffi, Danke dir, das freut mich sehr und ja, du hast Recht, die Begegnungen machen 50% des Erlebnisses aus. Das Gegenteil kenne ich aber auch (vom Wandern in Deutschland). Da ist es doch sicher gut, wenn man nicht allein ist 😊
      Schönen Abend,
      Audrey

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  4. Liebe Audrey, wirklich toll geschriebener Bericht deines Weges. Danke für das Teilen deiner Erlebnisse. Ich war ebenfalls 6 Wochen auf dem Camino unterwegs. Gestartet in Saint-Jean-Pied-de-Port bis Finisterre und beendet habe ich meinen Weg schlussendlich in Muxia. Auch wenn ich nach den 6 Wochen Fußmarsch das ein oder andere Gelenk, den ein oder anderen Muskel oder auch den ein oder anderen Nerv etwas überstrapaziert habe, viel es mir schwer die Rückreise in die Heimat anzutreten. Ich wäre einfach auch gern wieder zurück gelaufen, verrückt. Das ist nun schon einige Jahre her (2011) aber die Erinnerung an die Zeit bleibt. Ich kann mich noch an sehr viele Einzelheiten erinnern und die Fotos aus der Zeit helfen die entstehenden Lücken zu schließen. 2013 habe ich einen 2ten Start in Sean-Jean begonnen, musste aber nach 2 Wochen wegen Krankheit abbrechen, leider. Seither spiele ich immer wieder mit dem Gedanken noch einmal den Weg zu gehen. Die immer weiter steigenden Pilgerzahlen und die fehlende Gelegenheit eine so lange Auszeit zu nehmen, verhindern das bisher. Irgendwann, da bin ich sicher, bekomme ich die Gelegenheit auf einen 3ten Anlauf. Bis dahin bleiben mir meine Erinnerungen und die Erlebnisse von Pilgern wie Dir, die diese teilen. Vieles kommt mir sehr bekannt vor und ich muss immer wieder schmunzeln. Also gerne weiter so, es macht sicher vielen Menschen Spaß an deinem Weg teil zu nehmen. LG M

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